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Networks of love - und doch keine Erotikportale

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Crowdsourcing basiert auf Netzwerken. Und die schiessen aus dem Boden wie die Pilze im Herbst. Kundencommunities, Treueclubs, Tausch- und Konsumgemeinschaften, Arbeitsnetzwerke und sonstige Interessenvereinigungen aller Art. Ist ja auch einfach geworden: Alleine in Facebook hat man in ein paar Sekunden seine Gruppe gegründet und kann munter drauflosnetzwerken. Und man kann einladen, wen man will. So kommt's, dass die meisten von uns in Netzwerken sind, von deren Existenz wir gar nichts wissen.

Das Problem dabei: Wie die Pilze im Herbst sind auch hier nicht alles Trüffel - vieles ist fad, blass und nutzlos. Manches sogar schwer verdaulich oder ungeniessbar. Schon ein Blick auf das Kleingedruckte der Allgemeinen Nutzungsbedingungen oder - noch besser - der Datenschutzbestimmungen kann ordentlich Bauchweh machen. Und wenn's dazu dann noch Login und Passwort braucht wird's richtig blöd: Im dümmsten Fall ist man fünfmal registriert, weil man fünfmal den Usernamen vergessen hat.

Sind deswegen alle Communities schlecht?

Naja, auch hier ist es wie mit den Pilzen: Für die Guten würde man meilenweit gehen. Und lange danach suchen. Nur: Was sind die Guten und die Mittelmässigen und die Ungeniessbaren?

Drei Dinge sind entscheidend: Erstens muss das Netzwerk mir in einer Sache helfen, die mir wirklich wichtig ist. Wenn ich mit Leib und Seele Biker bin, will ich alles über Bike-Events, Neues aus der Szene, günstige und besondere Angebote und Biker in meiner Umgebung wissen - dann macht eine Biker-Community für mich Sinn. Dann will ich dabei sein bin sogar bereit mir mein Passwort zu merken.

Zweitens: Alles muss reibungslos funktionieren. Am besten sogar Spass machen, Joy of Use- oder Gamification-mässig. Wenn  ich sogar reingehe, ohne dass mich das Thema wirklich interessiert, nur weil unter allen Eingeloggten die Fidelity-Coin in Platin verlost wird - dann hat der Community Designer seine Arbeit gut gemacht.

Drittens - und da sind wir beim Wichtigsten: die emotionale Seite. Ich muss die Menschen in der Community kennen, mögen und ihnen vertrauen. Eigentlich muss ich sie lieben. Dann macht's Spass und zieht mich bei jeder Gelegenheit in die Community - manchmal ohne dass ich weiss warum.

Zu allen drei Bereichen könnte man Bücher schreiben - beschränken wir uns hier auf ein kurzes Wort zum dritten: Vertrauen und Vertraulichkeit sind die Basis für gute emotionale Erfahrungen. Sie zu schaffen ist die wichtigste Aufgabe im Community Management - und gleichzeitig Verpflichtung für jedes Mitglied der Communitiy. Damit unterscheidet sich ein gutes Netzwerk von allen andern. Wir werden vermutlich noch unzählige Communities entstehen sehen - und sie werden fachlich und funktional immer besser. Den Unterschied macht dann - auch und eigentlich ganz besonders in diesen digitalen Zeiten - die Emotion. Networks of Love als Communities von morgen?

Wäre schon möglich - irgendwie sind wir ja doch noch ein bisschen Mensch.



Photo credit: adil113 via Foter.com / CC BY
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