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Crowdsourcing-Blog by Crowdwerk

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Der Weihnachtsmann: eine betriebswirtschaftliche Betrachtung Seitdem – schon vor langer Zeit übrigens und keineswegs nur wegen Coca Cola – der Weihnachtsmann die Kollegen St. Nikolaus und seine regional operierenden Pendants etwas unsanft aus dem Markt gedrängt hat, nimmt seine Präsenz die Züge eines globalen Monopols an, das keine ernsthafte Konkurrenz neben sich duldet. Attraktivität und Botschaft von Krippe (inklusive Kind), Ochs, Esel und den sonstigen plötzlich verstaubt wirkenden Protagonisten verblassen neben dem leuchtend roten und immer hörbar bestens aufgelegten Santa Claus unweigerlich. Wer die Party einfach mal so an sich reissen kann ohne dabei als unangenehmer Wichtigtuer aufzufallen, scheint nicht ganz ungeschickt zu operieren.

Zudem dringt das System «Weihnachtsmann» unerbittlich in Nischen vor, die bisher als eher beschaulich galten: Von einer Vereinnahmung der etwas fehlgezündeten Modeerscheinung Halloween beispielsweise berichtet Tim Burton in seiner eindrücklichen Animationsdoku und auch der Osterhase fühlt sich durch die immer früher in die Supermärkte ausgelieferten Weihnachtsmännern inzwischen in seiner Würde und Existenz bedroht.

Die Frage drängt sich also auf: Was beschert dem Weihnachtsmann diese unangefochtene Marktdominanz, deren Wachstum zeitlich und räumlich keine Grenzen zu kennen scheint?
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Man kann es kaum übersehen: Die Crowd drängt sich überall hinein. Crowdsourcing, Crowdworking, Crowdfunding, Crowdcreation, Crowdvoting, neuerdings sogar Crowdbutching (kollektives Erwerben eines Rindviehs zwecks gemeinsamen Verzehrs) - überall hat sie die Finger im Spiel. Arbeit, die bisher reale Menschen ganz normal erledigt haben, macht jetzt die Crowd - die neue, gehypte Kollegin, die alles weiss und alles kann?

Nicht ganz. Wie bei allen neuen Kolleginnen und Kollegen sollte man sich auch bei "der Crowd" fragen, was sie wirklich kann. Das hilft gewaltig beim richtigen Einsatz und vermeidet enttäuschte Erwartungen. Würde es mir gelingen, Peter Knogl vom Basler "Cheval Blanc", Drei-Sterne-Koch und gemäss Gault-Millaus erster Küchenmeister der Schweiz, zu überreden mein Auto zu reparieren, müsste man das als fehlgeleitete Ressourcenallokation erster Ordnung bezeichnen. Vor allem, wenn der eigentliche Werkstattmeister im Gegenzug versucht, uns ein Mittagessen zu kochen. Es reicht nicht, nur gut zu sein. Es kommt auch darauf an, worin. Das gilt auch für die virtuellen Teilnehmer der Sharing Economy.

"Die Crowd hat keine Ahnung" schreibt Niklas Wirminghaus in einem kürzlich veröffentlichten "GründerSzene"-Artikel, basierend auf der für viele ernüchternden Feststellung, dass per Crowdfunding finanzierte Unternehmen auch nicht weniger oft zugrunde gehen als alle anderen. Die Crowd scheint nicht besser zu sein in dem, was Ökonomen als "Entscheidungen unter unvollständiger Information" bezeichnen. Anders gesagt: Sie kann nicht hellsehen. Schade eigentlich.
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Wer in der erfreulichen Lage ist, die Frage nach seinem Beruf mit "Crowdsourcer" beantworten zu können, ist grundsätzlich auch in der weniger beneidenswerten Situation die darauf folgende Frage schon vorher zu kennen:

"Ach ja - und was für Projekte finanziert Ihr?"

Den Crowd-Begriff haben die meisten inzwischen schon gelegentlich gehört - und immer hatte er irgendwas mit Geldeinsammeln zu tun. Der Stromberg-Film kommt einem dabei vielleicht in den Sinn oder irgendwelcher Nachwuchsbands, die ihre erste CD auf diese Weise finanziert haben. Ergo: "Crowd" hat immer irgendwas mit Geld zu tun.
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Immer wieder montags: Expertenjoker verliert Gestern war mal wieder Montag. Das ist an sich nichts Besonderes und kommt mit ähnlicher Regelmässigkeit vor wie die abendliche Fernsehshow, die dann auf einem luxemburgischen Fernsehsender mit drei Buchstaben läuft.

Dass gestern zum ersten Mal in 15 Jahren die richtige Antwort gegen den Willen der Kandidatin durchgedrückt werden musste, ändert nichts am Grundkonzept der Sendung: Es sitzt ein schlacksiger Moderator einem durch Vorausscheidung qualifizierten Kandidaten gegenüber, der trotz nervositätsbedingter geistiger Vollabschaltung die Hoffnung hat, als Millionär aus der Sendung zu gehen. Das läuft nicht nur in Luxemburg so, es funktioniert in den meisten Ländern Europas, und natürlich auch (und zu allererst) in den USA. Was passiert nun, wenn der Kandidat (Kandidatinnen können das ähnlich gut) in einem für den weiteren Verlauf entscheidenden Moment sich seines temporären intellektuellen Komas bewusst wird – dann also, wenn es wirklich um die Wurst geht und er grad nix weiss?
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Veröffentlicht von am in Crowdsourcing allgemein

Würde ich mit Joachim Zischke, Autor und Berater aus dem pfälzischen Deidesheim, über Wein diskutieren, gäbe es wohl keine Differenzen. Beim Thema Crowdsourcing gibt es die schon. Umso interessanter, dass wir uns ausgerechnet bei einem Crowdsourcingprojekt zum Thema Wein kennengelernt haben...

Ganz unterschiedliche Hintergründe - aber die gleiche Sprache in der Diskussion: Das hat uns ziemlich schnell drauf gebracht, zum Thema Crowdsourcing die Klingen zu kreuzen. Und das hat sich gelohnt: Mit jeder Runde direkter und heftiger, ohne dabei je polemisch zu werden, kommt die Diskussion am Schluss zu einem überraschenden Fazit.

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